Architektur dient nicht hauptsächlich der Bewältigung gravitationsbedingter statischer und konstruktiver Probleme. Architektur sollte dem Menschen ganz generell mit der Schaffung eines funktionalen und ästhetischen Lebensraumes dienen. Althergebrachte Lösungen sollten – insbesondere im akademischen Kontext – hinterfragt und weiterentwickelt werden.
Die Arbeit im schwerelosen Raum biete dabei sicherlich die außergewöhnlichste Möglichkeit , sich mit architektonischen Fragestellungen neu auseinanderzusetzen. Welche Rolle spielt die Schwerkraft eigentlich bei der Ausrichtung von gebauten Räumen? Irdische Bezüge wie “oben” und “unten”, sowie die Funktion und Anordnung von Öffnungen und die Aspekte des sozialen Raums bedürfen hier sicher einer Redefinition.
Das Fachgebiet Mensch-Maschine-Systeme der TU Berlin bietet in diesem Semester ein interdisziplinäres Seminar mit dem Thema “HABITABILITY OF SPACE SYSTEM – Design for outer space Habitats” an und lädt explizit auch Bachelor- oder Master-Studierende der Architektur ein, ihre Perspektive einzubringen.
Anmeldung bis 15.04.2010 im Web unter http://www.mms.tu-berlin.de/lehre_mms_se.html
