Es gibt aktuell am Institut eine Debatte darüber, den Master von Grund auf zu reformieren. Ein Vorschlag für eine neue Studien- und Prüfungsordnung (StuPO) wurde in der Unter-Ausbildungskommission mit dem Vorsitz von Prof. Hascher entworfen. Die Hälfte der Stimmen dieser Kommission sind studentische Stimmen, so dass Studierende hier wesentlich mitgestalten können.
Anlass für die Diskussionen waren verschiedene Probleme mit der aktuellen Master-StuPO. Diese führt u.a. dazu, dass im zweiten Semester zwei Entwürfe parallel abgearbeitet werden müssen, die recht knapp mit Leistungspunkten belohnt werden. Weiterhin gibt es einen sehr hohen Anteil an Pflichtvorlesungen, die hinterfragt werden sollten. Und es ist dazu gekommen, dass nicht alle Studienprofile studierbar sind, weil die Veranstaltungen nicht angeboten werden.
Stärkere Projektintegration
Der Entwurf für die neue Master-StuPO hat für Diskussionen unter den Lehrenden gesorgt, da der Groflteil des Studiums aus Entwurf mit PiV und Wahlpflichtveranstaltungen besteht. Das hätte auf der einen Seite zur Folge, dass die Fachgebiete jedes Semester auf Beliebtheit bei den Studenten hoffen müssen. Auf der anderen Seite können sich die Studierenden ihr Studium wieder freier gestalten und selbst festlegen mit welcher Qualifizierung sie in die Zukunft gehen.
Im Detail sieht der Vorschlag in Semester 1 bis 3:
- jeweils einen Entwurf vor, der mit zwei Veranstaltungen (PiV / Stegreifentwurf / Frei Wahl) gekoppelt ist. Dieses Pakets von 18 LP bauen sich die Entwurfsfachgebiete selbst zusammen und bieten sie geschlossen an. Z.B.: Entwurf Hascher, PiV Rückert und ein Stegreif.
- jeweils eine Pflichtvorlesung der Baugeschichte, Bautheorie und Gebäudekunde vor.
- insgesamt vier Wahlpflichtveranstaltungen mit 6 LP vor, die aus acht oder mehr Fachgruppen gewählt werden.
Parallel dazu sollen wie gehabt Fächer im Bereich “Freie Wahl” belegt werden. Damit ist es dann möglich, über die Architektur hinaus Fächer aus anderen Bereichen zu studieren.
Vorschlag Studienverlaufsplan (PDF, 1.4 MB)
Wegfall der Profile
Statt den jetzigen vier Profilen soll es zukünftig “Supplements” (Übersetzung: “Ergänzungen”) geben, die vergeben werden, wenn man die Entwürfe und Wahlpflichtveranstaltungen nach einer bestimmten Vorgabe ausrichtet, z.B. Städtebau oder Bauen im Bestand. Voraussetzung dafür ist, dass sich Fachgebiete gemeinsam entschließen entsprechende Veranstaltungen anzubieten.
Entscheidung noch vor dem Sommer
Die Entscheidung über die neue StuPO soll recht schnell fallen. Bereits am 30. Juni soll darüber im Institutsrat abgestimmt werden.
Wir möchten euch bitten, Eure Meinung zum Reformvorschlag und eure Ideen zu diesem Thema kundzutun.
Ist diese StuPO überhaupt wünschenswert, wo seht ihr Stärken, wo Schwächen? Workload oder Workflow? Freies Arbeiten oder Kämpfen um Kursplätze? Spezialisierung oder breitgefächertes Wissen?
Runder Tisch von und für Studierende
Was bedeutet diese StuPO für uns?
Für interessierte Studierende gibt es einen runden Tisch, zu dem wir euch sehr gern einladen.
Dienstag, 25.5.10
12 Uhr
im A-Foyer
