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Mexiko-Projekt akut in Gefahr

Die verschärfte Finanzsituation an der TU Berlin und somit auch an unserer Fakultät offenbart nun erste “Opfer”. Das Mexiko-Projekt, dass zuletzt über eine Frauen-Förderstelle betreut wurde, ist zumindest in den nächsten zwei Semestern akut bedroht. Während die Betreuerin nun in Elternzeit ist, ist für ihre Personalstelle regulär keine Vertretung vorgesehen. Im letzten Jahr konnte die Fakultät eine Vertretung noch finanzieren.
Seit diesem Jahr muss die Fakultät jedoch 800.000 Euro einsparen. Damit sind kaum noch Spielräume für zusätzliche Ausgaben vorhanden, die über das notwendige Minimum hinausgehen. Eine Finanzierung der Elternzeit-Vertretung erscheint unwahrscheinlich und das Mexiko-Projekt sieht augenblicklich einer mindestens einjährigen Zwangspause entgegen. Dass damit nicht nur ein außergewöhnliches Projekt universitärer Lehre, sondern auch die Reputation des Projektes auf dem Spiel steht erscheint ganz klar. In der Vergangenheit konnte durch kontinuierliches Engagement eine gewisse Reputation in der Öffentlichkeit und bei Sponsoren erarbeitet werden.

Im Mexiko-Projekt des Studiengangs Architektur werden Praxisorientierung mit sozialem Engagement verknüpft. Studierende planen ein Semester lang einen Gebäudeentwurf bis zur Ausführungsreife, um dann anschließend im Frühjahr nach Oaxaca/Mexiko zu reisen und ihren Entwurf gemeinsam und eigenhändig umzusetzen. Die Realisierung erfolgt in Kooperation mit der Universidad Nacional Autónoma de México (UNAM) und ist nur mit Unterstützung von Sponsoren (z.B. für Baumaterialien) möglich. Die Projekte genießen die Anerkennung und Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.

Für die teilnehmenden Studierenden aus Architektur, Bauingenieurwesen und Landschaftsplanung bedeutet Engagement in diesem Praxisprojekt nicht nur Erfahrungen mit der Baupraxis zu machen, sondern auch zu erfahren, “eigene Ideen zum Wohle anderer einzusetzen”.
Das Mexiko-Projekt genießt hohe Anerkennung innerhalb des Studiengangs sowie der Fakultät und stellt für die Teilnehmer eine enorme Bereicherung ihres Studiums und Lebens dar.

Wir möchten das Institut, die Fakultät VI und die Universitätsleitung bitten, die kontinuierliche Weiterführung des Mexiko-Projektes sicherzustellen und aktiv zu unterstützen.

Weitere Informationen zum Mexiko-Projekt und zu den realisierten Bauvorhaben finden sich auf http://www.a.tu-berlin.de/mexico/

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